Gibt es diese 4 Dinge in deinem Leben? Teil 4

Bildquelle: canva.com

Was kannst du gegen deine latente Unzufriedenheit tun?

Dieser Frage widmen wir uns in dieser 4-teiligen Artikelserie.

Heute geht es um bööööse negative Gefühle, die wir gerne immer schnell weg haben wollen.

Kommt dir das bekannt vor?

Ganz viele Menschen fürchten sich vor ihren eigenen negativen Gefühlen und versuchen sie loszuwerden.

Denk positiv?!

Das ist ein Leitspruch, den so einige Menschen missverstehen, denn positiv zu denken bedeutet nicht, alle negativen Gedanken und Gefühle mit hübschen Gedanken zu überpinseln. Nein, positives Denken bedeutet, bewusst die Blickrichtung ändern zu können und auch, wenn man in der Scheiße sitzt, etwas Sinnvolles erkennen zu können; denn es gibt immer und in jeder Krise ein Geschenk.

Leider passiert es jedoch immer wieder, dass Menschen krampfhaft positiv denken wollen, um schlechte Gefühle nicht spüren zu müssen.

Wut, Trauer, Scham, Eifersucht, Groll, Selbstzweifel.... weg damit. Bitte schnell!

Leider geht das jedoch oftmals nach hinten los, denn negative Gefühle sind nicht dazu da, weg geschoben zu werden.

 

Negative Gefühle haben einen Grund.
Negative Gefühle wollen gefühlt werden. 
Negative Gefühle wollen uns was zeigen.

 

Negative Gefühle sind wie kleine Kinder, die spielen möchten. Sie sind hartnäckig und tun alles dafür, damit Mama zuhört.
Was passiert, wenn Mama sich dann Zeit nimmt, einen Raum schafft zum Zuhören und sich mit ihrem Kind intensiv beschäftigt?

Das Kind fühlt sich gehört, gesehen und erst genommen. Es wird zufrieden und wendet sich nach einer gemeinsamen Zeit mit Mama wieder anderen Dingen zu.

Und so ist das auch mit den negativen Gefühlen.

Wenn wir immer wieder sagen

  • „Hab jetzt keine Zeit."
  • „Ich möchte jetzt nicht zuhören."
  • „Das passt mir grad überhaupt nicht."
  • „Ich will dich nicht spüren!"

dann werden diese Gefühle immer hartnäckiger und anhänglicher.

Stattdessen kannst du einfach mal ein Zeitfenster frei schaufeln, in dem du dich deinen schlechten Gefühlen einfach mal zuwendest und sie wahrnimmst als das, was sie sind: Botschaften.

Du kannst diesem negativen Gefühl in dir, das du unbedingt loswerden willst, einfach mal Raum geben und fragen:

  • Was brauchst du von mir?
  • Warum bist du da?
  • Was fehlt dir?
  • Was kann ich verändern?
  • Was möchtest du mir sagen?
  • Wo in meinem Leben sollte ich hin schauen?
  • Was kann ich für dich tun?
  • Möchtest du einfach nur gesehen werden?
  • Willst du mich aufrütteln?
  • Willst du einfach nur mal da sein dürfen?
  • Möchtest du mir den Weg weisen?

Das kann wirklich konstruktiv und hilfreich sein.

Gefühle wollen angeschaut und gelebt werden.

Wenn wir immer versuchen, alles Negative aus unserem Leben auszuschließen, schließen wir auch die Lebendigkeit aus. Denn Lebendigkeit bedeutet Leben. Und Leben bedeutet Polarität. Polarität bedeutet Berg- und Talfahrt; Höhen und Tiefen.

 

Nach dem Regen kommt die Sonne

Du weißt sicher, dass die Sonne nach einem Regentag besonders gut tut und besonders wertgeschätzt wird.

So stell dir vor, es regnet nicht mehr, die Sonne scheint IMMER und ununterbrochen. Du gewöhnst dich daran und es wird NORMAL. Normalität ist nicht unbedingt mit Freude und Glück gleichzusetzen.

Normalität weckt keine außergewöhnlichen Gefühle. Man plätschert emotional so vor sich hin. Man spürt vielleicht auch nicht mehr so viele und intensive negative Gefühle, jedoch schlägt das Gefühlsbarometer auch nach oben nicht mehr sonderlich weit aus.

Das bedeutet also, dass auch deine sehr schönen, positiven Gefühle weniger werden, wenn du die negativen Gefühle ignorierst und los werden willst; ja, wenn du sie regelrecht ausklammerst aus deinem Leben.

Nichts ist mehr so richtig schlecht, aber auch nicht mehr richtig gut.

 

Das ist auf Dauer langweilig und fördert nicht unbedingt das Gefühl der Freude und des Glücks.

Deswegen möchte ich dir ans Herz legen, wenn es dich denn betrifft, negative Gefühle willkommen zu heißen, ihnen Raum zu geben und ihre Botschaft zu hinterfragen. Du kannst mit ihnen arbeiten und musst nicht versuchen, die mühevoll loszuwerden. Denn dieses "weg haben wollen" von negativen Gefühlen macht dich nicht glücklich. Im Gegenteil, es hemmt dein Glück und deine tiefe innere Freude.

Und so manches Mal wirst du erkennen, dass sich so einige ungeliebte Gefühle sogar in Luft auflösen, wenn du ihnen wirklich einmal zugehört hast.

 

Nur Mut

Also, wenn sich in deinem Leben eine latente Unzufriedenheit eingeschlichen hat, eine Unzufriedenheit, die im Hintergrund wirkt und deine Freude am Leben schmälert, dann ist es vielleicht auch für dich an der Zeit, deine inneren ungeliebten Gefühle mal auf den Tisch zu packen und ihnen den Raum zu geben, den sie brauchen, um dann aufgelöst werden zu können.

Das bringt wirklich Lebensfreude zurück; echte und wahre Auflösung negativer innerer Muster und Gefühle.

Weg vom Wegschieben. Hin zur Auflösung. Auflösung, die das Hinschauen und Fühlen erfordert.

Das kann weh tun und anstrengend sein. Aber es lohnt sich.

Und wie sehr freut man sich am Abend auf das kuschelige Bett, wenn man einen Marathon gelaufen ist. 😉 Da ist das Bett gleich viel mehr Wert. Und so ist das auch mit unseren Gefühlen.

Hat dir diese kleine Artikelserie gefallen?

Schreibe doch gerne in die Kommentare.

Herzlichen Dank. ♥

Teil 1 der Artikelserie.

Teil 2 der Artikelserie.

Teil 3 der Artikelserie.

Ein Gedanke zu “Gibt es diese 4 Dinge in deinem Leben? Teil 4

  1. Hallo Sabine,
    danke für diesen schönen Artikel. Ja, du hast recht, wenn man negative Gefühle einfach ignoriert, dann kommen sie immer wieder. Erst die Akzeptanz hilft, sie zu überwinden.
    Beide Seiten zu akzeptieren und nicht dagegen ankämpfen, das ist der Schlüssel zum Glück.
    Bleib zufrieden und genieß dein Leben!
    Silvia

    Antwort

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