Ist dein Leben perfekt angepasst? Finde es heraus!

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Bildquelle: canva.com

Sofie versteht die Welt nicht mehr.

Was ist nur los mit ihr?

Wo kommt dieses seltsame Gefühl her?

Es könnte doch alles so schön sein.

 

 

 

 

Sofies Leben

Sofie ist 35 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2 Kindern.

Ihr Mann ist die Liebe ihres Lebens. Natürlich gibt es auch in ihrer Ehe Höhen und Tiefen, es läuft eben nicht immer alles rund. Alles das Gesamtbild passt und sie kann sich ein Leben ohne Tom nicht vorstellen. Und auch nicht ohne ihre Kinder. Ihre Familie bedeutet ihr alles.

Sofie arbeitet als Industriekauffrau in einer großen Firma. Eigentlich fühlt sie sich dort ganz wohl. Da sie dort schon ihre damalige Berufsausbildung absolviert hat, ist ihr Arbeitsplatz ein sehr vertrauter Bereich ihres Lebens. Die Kollegen sind ok (ein paar Blöde gibt es ja immer) und mit ihrem Chef hätte sie es wirklich schlimmer treffen können (wenn sie da manchmal die Storys ihrer Freundin hört...).

Alles in allem kann Sofie wirklich zufrieden sein. Und dankbar. Ja, Dankbarkeit ist ganz wichtig.

Um so schlimmer, dass Sofie eben nicht zufrieden ist. Und das mit der Dankbarkeit fällt ihr auch manchmal schwer. Es zermürbt sie.

„Was ist nur los mit mir?
Es könnte doch alles so schön sein!"

Sofie spürt tief in ihrem Herzen eine Sehnsucht, die sie nicht in Worte fassen kann.

Eigentlich hat sie überhaupt keine Ahnung, wieso sich ihr Herz so schwer anfühlt.

Und während sie diesen latenten "Lebensschmerz" wahrnimmt, spürt sie gleichzeitig ein Gefühl von Scham und Schuld.

„Ich bin so schrecklich undankbar.
Ich müsste doch glücklich sein!"

Eine Verzweiflung macht sich in Sofie breit.

So kann es nicht weitergehen. Es muss sich was verändern. Nur was?

 

Veränderung sollte deine Entscheidung sein

Veränderung muss her. Das war Sofie so klar wie ein sternenklarer Himmel bei Nacht.

Sie wusste, das sich was verändern muss; nur noch nicht was.

Und sie wusste, wenn sie nicht aktiv wird, wird ihr komplettes Leben irgendwann wie ein Kartenhaus über ihr zusammenbrechen und sie steht vor den Scherben ihres Lebens.

Worauf noch warten?

Ihr war klar, 
dass sie dort, wo sie gerade steht, 
nicht stehen bleiben wollte.

Sofie holte sich Hilfe, denn sie brauchte neue Einsichten. Mit ihren eigenen Gedanken kam sie einfach nicht weiter und sie spürte, dass sie in ihre eigenen Grenzen kam. Sie brauchte jemanden, der mit ihr gemeinsam ihre eigenen Grenzen behutsam und liebevoll überwand und sich ihr somit ein neuer Horizont eröffnete.

 

Ein Satz, der es faustdick hinter den Ohren hatte

Sofie traf sich mit ihrer Mentorin und ziemlich schnell kam ein Satz, der Vieles ins Rollen brachte:

„Sofie, wie viel hast du von DIR abgegeben?"

Dieser Satz tat weh, auch wenn Sofie noch nicht recht wusste, warum dieser kurze Satz sie mitten ins Herz traf.

Hier begann für Sofie eine spannende Reise. Denn ab diesem Tag begann Sofie zu verstehen, dass sie ein perfekt angepasstes Leben führte.

 

Die perfekte Anpassung

Sofie begann, ihr Leben mal so richtig unter die Lupe zu nehmen und fand dabei heraus, dass sie so unglaublich viele Kompromisse in ihrem Leben gemacht hat, dass es eigentlich schon gar nicht mehr ihr eigenes Leben war, das sie dort führte.

Es war ein perfekt angepasstes Leben.

Sie passte perfekt in das Leben ihres Mannes, ihrer Kinder, ihres Chefs. Alle waren zufrieden, nur eben Sofie nicht.

 

Lebst auch du perfekt angepasst?

Wenn auch du latent unglücklich bist und gar nicht so richtig weißt, wo das her kommt, dann können dir die folgenden Fragen helfen, dich mal so ganz langsam hineinzufühlen, wie angepasst du eigentlich lebst.

Anpassung macht nicht glücklich.
Vielleicht magst du diese "äußere Ruhe", die deine Anpassung mit sich bringt (du weißt schon, alle lieben dich, finden dich nett und jeder mag deine Hilfsbereitschaft und so), aber innerlich frisst sie dich auf. Sie raubt dir deine Einzigartigkeit.

Anpassung stutzt deine Flügel. Und ohne Flügel kannst du dich nicht entfalten. Ohne Entfaltung bist du unglücklich. Früher oder später. Besser früher als später, dann kannst du früher reagieren.

Vielleicht magst du jetzt einfach mal die folgenden Fragen wirken lassen:

  • Lebst du in der Stadt, obwohl du viel lieber auf dem Land leben würdest?
  • Hast du einen Hund, obwohl du mehr der "Katzentyp" bist?
  • Trägst du Goldschmuck, obwohl du Silber viel schöner findest?
  • Ist "grün" deine Lieblingsfarbe, die du jedoch nirgendswo in deinem Haus findest?
  • Hörst du im Auto, wenn du mit deiner Familie unterwegs bist, auch mal deine Lieblingslieder, oder immer nur die deines Mannes oder die deiner Kinder?
  • Besuchst du mit deinem Mann immer nur Events, die ihm richtig gefallen? (Konzerte, Theaterstücke, Kinofilme)
  • Gehst du deinem Hobby (von früher) schon längst nicht mehr nach, weil dafür einfach keine Zeit bleibt?
  • Würdest du dich gerne mehr bewegen (Sport), bist aber in der Familie zu sehr eingespannt?
  • Fährst du ein Auto, dass für die Familie an sich spitze ist, aber DIR eigentlich gar nicht so gefällt?
  • Trägst du die Haare so, wie dein Mann sie gerne an dir sieht?
  • Würdest du eigentlich gerne mal "brünett" sein, statt immer nur blond?
  • Würdest du beruflich am liebsten mal was Neues ausprobieren, hast aber Angst vor der Reaktion vertrauter Menschen („du verdienst doch da gutes Geld", „du hast dich doch da schon hoch gearbeitet", „willst du echt nochmal neu anfangen", „deine Leidenschaft kannst du doch auch als Hobby leben", „willst du mit der Familie ein finanzielles Risiko eingehen?" usw.)
  • Ist die Meinung, die du vertrittst, eigentlich deine Eigene?
  • Kochst du ständig Fleisch, obwohl du gerne auch mal vegetarisch probieren willst (was die anderen Familienmitglieder natürlich doof finden)?
  • Fällt es dir schwer, nicht auf Ratschläge Anderer zu hören, aus Angst, dich hinterher rechtfertigen zu müssen?
  • Gibt es in deinem Freundeskreis Menschen, die dich eigentlich nerven und dir immer wieder Energie abzapfen?
  • Fragst du bei wichtigen Entscheidung immer die Anderen und willst wissen, was sie davon halten?
  • Finden dich alle nett, hilfsbereit und eben "angenehm"?
  • Tust du immer noch Dinge, damit deine Eltern stolz auf dich sind?
  • Richtest du dein Leben nach deinen Werten aus (oder nach den Werten deiner Eltern, deines Mannes etc.). Kennst du deine Werte überhaupt? Weißt du, was dir wichtig ist?

 

Es gibt ganz ganz viele große und auch kleine Dinge, die deutlich zeigen, dass wir Teile von uns einfach so abgegeben haben.

Oft sind wir in das jetzige Leben irgendwie "reingerutscht"; in den Beruf, vielleicht sogar in die Ehe.

Ist dein jetziges Leben ein Spiegel 
deiner bewussten Entscheidungen? 
Oder wurde oftmals für dich entschieden?

 

Was du tun kannst, wenn du in der Anpassung steckst

Du hast mehrere Möglichkeiten, dich aus der Anpassung zu lösen.

 1. Du kannst dein Leben mal so richtig unter die Lupe nehmen und beginnen, dir dein Leben Stück für Stück zurück zu holen.

Dafür musst du natürlich auch erstmal (wieder) ein Gespür dafür bekommen, was eigentlich so "deins" ist. Das kann jedoch richtig Spaß machen, dieses Gefühl für DICH wieder zu gewinnen.

Spüre immer wieder rein und beginne mit ganz kleinen Dingen:

  • Gefällt mir der Goldschmuck, den mein Mann mir immer schenkt, wirklich? Oder würde ich viel lieber zu Silberschmuck greifen?
  • Wo ihm Haus kann meine Lieblingsfarbe erscheinen? Vorhänge, Deko, Kissen, Tapete, etc.
  • Auf welchen Nagellack habe ich heute wirklich Lust?
  • Welche Nahrungsmittel würden mir heute gut tun?

Fange auch an, öfters JA zu dir und deinen Bedürfnissen zu sagen und somit öfters NEIN zu Anderen.

Tue dir mehr Gutes. Nimm dir mehr Zeit für dich. Beginne wieder mit deinem Hobby, dass so lange auf Eis lag. Schlage deinem Partner mehr Dinge vor, die DU möchtest. Und wenn er mal absolut keine Lust drauf hat, nimm deine Freundin mit (und umgekehrt natürlich genau so).

Die Gefahr hierbei:
Du bist voll von inneren Überzeugungen und Mustern. Es kann sein, dass es dir gelingen mag, gewisse Dinge zu verändern. Diese Dinge lassen sich dann noch mit deinen unbewussten Glaubensmustern vereinbaren.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass du anscheinend offensichtliche Dinge gar nicht erkennst bzw. sie dir nicht zugestehst, weil in dir unbewusst Programme ablaufen, wie z.B.:

  • das darf ich  nicht
  • das muss ich doch
  • das kann man doch nicht machen
  • das steht mir nicht zu
  • das ist meine Aufgabe
  • da komme ich nicht raus
  • das geht doch nicht
  • das Recht habe ich nicht
  • etc.

Das sind dann die Blockaden, die dich eben daran hindern, etwas zu verändern. Und du kommst aus dem Schlamassel nicht weiter raus, bleibst stecken und wunderst dich, dass du nicht weiterkommst, obwohl du ja so motiviert zum Befreiungsschlag ausholen wolltest. Aber hier bleibst du einfach stehen.

Es mag auch Dinge geben, die du veränderst und eigentlich happy damit bist, jedoch andere Menschen in deinem Umfeld beginnen zu mosern. Dann hörst du Sätze wie z.B.:

  • Du hast dich zum Negativen verändert
  • Du bist komisch geworden
  • Denkst du jetzt nur noch an dich?
  • Fährst du jetzt den Ego-Trip?
  • Du warst doch früher nicht so.
  • Also ich habe dich anders in Erinnerung.
  • Und so weiter.

Das ist der Punkt, an dem viele Menschen "lieber" wieder in ihr altes Muster zurück fallen und eben schön brav angepasst bleiben. Und eben unglücklich.

2. Du kannst dir Unterstützung von außen holen

Ich möchte gar nicht sagen, dass du es alleine nicht schaffen kannst.

Oftmals ist Hilfe von Außen jedoch äußerst wertvoll

  • weil du alleine nur in deiner "eigenen Brühe" badest und eben nur innerhalb dieses Rahmens etwas verändern kannst
  • weil ein Blick über den Tellerrand nur über neue Einsichten möglich ist und die bekommst du von Außen
  • weil du eben nur das kennst, was du schon kennst. Es gibt aber noch so viel mehr Möglichkeiten, die du kennen lernen kannst, wenn du mit anderen zusammen arbeitest (in welcher Form auch immer)
  • weil deine eigenen Muster, die dich hemmen und blockieren, oft unbewusst sind und du gar nicht wirklich dahinter kommst, wo du ansetzen kannst
  • etc.

Du kannst dir eine Verbündete suchen (oder mehrere); vielleicht eine kleine Gruppe von Frauen, die sich alle Stück für Stück aus der Anpassung lösen möchten.

Du kannst dir eine Mentorin oder einen Coach suchen, mit dessen Hilfe du an deinen unbewussten Programmen arbeiten kannst, damit du selbstbewusster und zielgerichteter in DEIN Leben zurück finden kannst.

Du kannst vielleicht sogar ganz aktiv mit deinem Partner daran arbeiten (je nachdem, wie gut eure Basis ist und wie sehr er "diese Dinge" versteht und kommunizieren kann. Vielleicht mögt ihr beide wieder mehr "ein Stück eigenes Leben".

 

Alles auf Anfang?

Vielleicht ist es wichtig für dich zu wissen, dass die Loslösung aus der Anpassung nicht gleichzusetzen ist mit „Ich muss mein Leben komplett verändern".

Ganz oft sind es kleine Dinge, die dich zu dir zurück führen.

Es sind viel mehr Stellschrauben, die zu drehen sind. 

Du musst weder deine Familie im Stich lassen, noch deine Hilfsbereitschaft an den Nagel hängen. Du musst weder deinen Job von heute auf morgen kündigen, noch die Scheidung einreichen.

Du musst gar nichts. Aber du hast Möglichkeiten.

Und so manche Möglichkeit entpuppt sich wohl möglich als der Durchbruch in deinem Leben.

 

Und du?

Jetzt interessiert es mich wirklich brennend, wie du dein Leben empfindest. Lebst du noch perfekt angepasst? Oder lebst du schon DEIN Leben?
Schreibe mir doch in die Kommentare. Ich freu mich drauf.

Deine Sabine

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