Komfortzone verlassen: ja oder nein? Entscheide für DICH und höre auf dein Herz!

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Hast du schon davon gehört? Wir sollen unsere Komfortzone verlassen, damit wir wachsen können.

Dieser Artikel beleuchtet die Komfortzone von beiden Seiten. Und nur DU entscheidest, was du jetzt brauchst. Der Artikel gibt dir ein paar Hinweise darauf, was für dich aktuell passen könnte.

Hör auf dein Herz. Was tut dir gut?

 

 

Hängst du in deiner Komfortzone fest?

Die Komfortzone- Was ist das überhaupt?

Die Komfortzone ist der Lebensbereich eines Menschen, der vertraut ist. Dort kennt man sich aus. Dort ist es gemütlich und bequem. Man hat sich dort eingerichtet. (Was aber nicht heißt, dass man in der Komfortzone unbedingt glücklich und zufrieden ist.)

Dort gibt es nicht viel Neues. Man trifft  immer auf die gleichen Menschen, die gleichen Wege, die gleichen Muster.

Die Komfortzone ist der Bereich im Leben, der nichts von uns erwartet. Dieser Bereich ist in der Regel eng und fordert wenig Aktivität und Kreativität.

Warum wir unsere Komfortzone immer wieder verlassen sollten

Es gibt einige gute Gründe, warum wir selber aktiv dafür sorgen sollten, unsere eigene Komfortzone immer wieder zu verlassen.

Wenn wir nur in unserer Komfortzone leben

  • haben wir wenige Erfolgserlebnisse
  • verlieren wir Selbstvertrauen
  • schwächt sich unser Selbstwertgefühl
  • lernen wir wenig Neues
  • haben wir ein „enges, eingeschränktes Denken"
  • entdecken wir keine neuen Wege
  • entgehen uns viele Möglichkeiten und Chancen, unsere Träume zu verwirklichen
  • treffen wir Entscheidungen, die uns nicht fordern und damit klein halten
  • verlieren wir Lebensenergie und Motivation
  • macht sich Routine und Langeweile in unserem Leben breit
  • etc.

Wenn wir hingegen unsere Komfortzone regelmäßig verlassen

  • erweitern wir unseren Horizont
  • treffen wir Menschen, die zu uns passen
  • öffnen sich viele Türen
  • zeigen sich neue Wege
  • spüren wir ein Gefühl der Lebendigkeit
  • stärken wir unser Selbstvertrauen
  • entdecken und leben wir unsere Kreativität
  • erreichen wir Ziele
  • wirken wir selbstbewusst, anziehend und erfolgreich
  • erleben wir die bunte, facettenreiche Vielfalt des Lebens
  • sind wir energiegeladen und motiviert
  • sind wir glücklicher und ausgeglichener
  • etc.

Warum fällt es uns so schwer, unserer Komfortzone zu verlassen?

Instinktiv weiß jeder Mensch, dass es nicht gut sein kann, sich ein Leben innerhalb der eigenen Komfortzone einzurichten. Schon alleine deshalb, weil es sich auf Dauer einfach nicht gut anfühlt, dort zu verweilen. Wir fühlen uns schwach, demotiviert und unglücklich. Steckt ein Mensch in der Komfortzone fest, weiß er im Grunde, dass er etwas verändern muss.

Wieso tun wir es dann nicht?

Ausreden gibt es Viele.

Von „ich kann das eben nicht", über „das ist mir zu anstrengend" bis hin zu „das klappt sowieso nicht".

 Die ANGST ist unsere Hürde.

Die Angst

  • zu versagen,
  • sich zu blamieren,
  • sich zu zeigen,
  • vor Ablehnung,
  • ein Risiko einzugehen,
  • einen Fehler zu machen,
  • eine Entscheidung zu treffen, die man das ganze Leben lang bereut

Wenn wir einen neuen Schritt wagen, wenn wir uns für das Neue entscheiden, wenn wir uns und unsere Wünsche und Bedürfnisse zeigen, dann wissen wir im Vorfeld nicht, was passieren wird. Wir wissen nicht, ob wir Erfolg haben. Oder ob wir eine blamable Niederlage erleben. Wir wissen nicht, ob wir auf Ablehnung stoßen oder ob wir für immer unser Gesicht verlieren.

Das klingt jetzt vielleicht übertrieben... „für immer unser Gesicht verlieren"... aber ist es nicht so, dass wir vor neuen Situationen wirklich fürchterliche Visionen haben, wie das Ganze enden könnte?

Die Angst hält uns zurück. Manchmal mit Berechtigung, oft aber unbegründet. Denn unserer Vorstellungen, die Horrorszenarien, haben kein wahres Fundament. Sie basieren auf  Erfahrungen und Interpretationen, die wir in der Kindheit gemacht haben, mit verzerrter Wahrnehmung und ohne Blick auf das große Ganze damals. Oft entspringen unsere Vorstellungen einfach nur unserer Fantasie und unseren Ängsten und treffen so meistens nicht ein.

Diese Erfahrung habe ich übrigens schon in der Grundschule gemacht.

Ich hatte oft Angst vor dem nächsten Tag. Hatte Angst vor Mobbing; Angst, dass die Lehrerin verärgert ist; Angst, dass ich mich blamiere.

Aber IMMER ist der Tag ganz anders verlaufen, als wie ich ihn mir ausgemalt und vorgestellt hatte. Die Lehrerin hat ganz anders reagiert als erwartet, ich wurde nicht neben einen „blöden" Jungen gesetzt, ich wurde nicht gemobbt. All meine Ängste waren unnötig, meine Vorstellungen entsprachen nicht der Realität. Und das habe ich mir gemerkt. Und heute gebe ich dieses Wissen an meine Kinder weiter. Es kommt immer anders, als man denkt.

Wer also den Mut aufbringt, entgegen der Ängste und Vorstellungen, immer wieder die eigenen Komfortzone zu verlassen, wird die Erfahrung machen, dass es selten so schlimm wird, wie erwartet.

Komfortzone und Glaubenssätze

Natürlich sind die Glaubenssätze auch hier wieder ein großes Thema.
Denn warum haben wir diese Ängste, die uns hindern, Neues zu erleben?

Es sind unsere Glaubenssätze, die uns zuflüstern, dass wir

  • peinlich sind
  • nichts auf die Reihe bekommen
  • sowieso abgelehnt werden
  • nicht versagen dürfen (und deshalb von Vornherein nichts Neues angehen)
  • niemals so beliebt sein werden wie die anderen Menschen in unserem Umfeld
  • etc.

Alte Programmierungen überschreiben

Wir müssen Neues erleben, wenn wir aus den alten Schuhen raus möchten.

Wir müssen aktiv dafür sorgen, dass wir neue Erfahrungen machen.  Das schaffen wir, indem wir uns  immer wieder neuen Herausforderungen stellen und Dinge tun, die wir uns sonst nicht trauen; indem wir immer wieder über unseren Schatten springen und den Mut aufbringen,  die eigene Komfortzone zu verlassen.

Dann merken wir, dass die Reaktion der anderen Menschen immer irgendwie anders ist, als wir es uns vorab ausgemalt haben. Wir werden hier und da vielleicht eine Niederlage erleben, vielleicht auch mal zurückgewiesen werden. Aber wir werden auch ganz viel Positives erleben. Wir werden nette Kontakte haben, liebes Feedback bekommen und Erfolgserlebnisse sammeln. Und ganz nebenbei stärken wir unser Selbstvertrauen.

Ein weiterer netter, kleiner aber äußerst feiner Nebeneffekt:

Das Gefühl, ein Risiko einzugehen, wenn wir über unseren Schatten springen wird von Mal zu Mal schwächer. Wir gewöhnen uns daran, über die eigene Komfortzone hinauszugehen. So werden wir mit der Zeit nicht mehr so intensiv von dem Gefühl der Angst begleitet. Das Herzklopfen wird weniger. Die Aufregung vor neuen Schritten wird erträglich. Und irgendwann hat das Verlassen der Komfortzone seinen Schrecken verloren. Besser noch: wir erkennen die Vorteile und begeben uns freiwillig und überzeugt immer wieder in fremde Gebiete.

Fühlst du dich davon angesprochen?
Hast du das Gefühl, für dich wird es nun endlich Zeit, deine Komfortzone zu verlassen?
Prima, dann tue es. 
Möchtest du wissen, wann du eine Pause bevorzugen solltest, dann lies weiter!

Brauchst du eine Pause?

Alles hat zwei Seiten. Hör auf dein Herz!

Immer wieder lesen wir, dass wir unsere Komfortzone verlassen müssen, dass wir Neues erleben müssen, dass wir uns anstrengen und überwinden müssen, dass wir mutig und bereit sein müssen , über unsere Grenzen zu gehen.

Angetrieben durch diese Aufforderung, tun viele Menschen genau das. Sie versuchen, immer weiter zu kommen, immer mehr zu erreichen, abgehetzt, rastlos und auf Erfolg programmiert.

Kann es denn nicht aber auch gefährlich werden, dieser Aufforderung blind zu folgen, aus dem Glauben heraus, man müsse das tun, um Verantwortung für das eigene Leben zu zeigen?

Wann wird das Verlassen der Komfortzone ungesund?

Eigentlich spricht ja erst einmal nichts dagegen, wenn wir uns immer wieder aktiv darum bemühen, die eigenen Komfortzone zu verlassen. Im Gegenteil. Es gibt viele gute Gründe dafür, es wirklich zu tun.

Denn, das Leben ist Lebendigkeit, es ist Entwicklung, es ist Fortschritt, es ist ein Fluss, es ist Bewegung. Wenn wir in der Komfortzone verharren, verweigern wir uns diesem Fluss. Das ist gegen die Natur, gegen unser SELBST und gegen unser Leben.

Genauso gegen unsere Natur ist es aber auch, wenn wir immer nur nach vorne streben. Wenn wir immer weiter wollen. Wenn wir ohne Pause und Ruhe nach vorne preschen. Ungezügelt und blind.

Wir brauchen nicht immer nur Veränderung, Aktivität und Vorwärtsdrang.

Wir brauchen auch den Rückzug, die Besinnung, die Ruhe.

Wenn wir uns diesen Rückzug nicht erlauben, handeln wir ebenso gegen unsere Natur.

Alles ist ein Kreislauf. Werfen wir doch mal einen Blick auf die Jahreszeiten. Auch hier findet fortwährend Veränderung und Wechsel statt, aber immer mit Aktivität UND  Besinnung. Nachdem der Frühling die Kraft der ersten Sonnenstrahlen nutzt, sich zu entfalten, und im Sommer die Früchte der Arbeit geerntet werden, stehen im Herbst und Winter die Reinigung und der Rückzug an erster Stelle.

Wir brauchen den Rückzug,

  • um uns mit der inneren Quelle zu verbinden,
  • um neue Kraft zu schöpfen,
  • um uns Klarheit zu verschaffen,
  • um neue, EIGENE Ziele zu stecken,
  • um uns neu auszurichten,
  • um in unsere Mitte zu finden,
  • um unsere inneren Sehnsüchte wahrnehmen zu können,
  • um das Band zum eigenen Herzen zu stärken
  • um zu erkennen, was nicht mehr zu uns passt
  • und um Altes, was nicht mehr zu uns gehört, los zu lassen

Wenn wir uns nicht erlauben, inne zu halten und in uns hinein zu spüren, was uns wirklich wichtig ist, dann jagen wir unser ganzes Leben irgendwelchen Zielen und Erfolgen hinterher, die eigentlich vielleicht gar nicht zu uns gehören.

Ich habe einige Menschen erlebt, die stets darum bemüht sind, die eigene Komfortzone zu verlassen. Die stets aktiv sind, immer auf der Suche, immer in Bewegung, um bloß nicht in der Komfortzone zu verweilen. Ohne aber zu wissen, wo die Reise eigentlich hingehen soll.

Es wird gar nicht mehr wahrgenommen, wie die Ausgangssituation ist. Vorteile werden nicht gesehen. Der Fokus liegt auf dem Außen und dort sucht und sucht man nach Veränderung, ohne zu wissen, was das eigene Herz sagt.

Es wird dann auch nicht mehr wahrgenommen, dass längst die Zeit der Besinnung gekommen ist. Das kann man sich dann so vorstellen, wie ein Baum, der im Herbst krampfhaft versucht, frische, grüne, junge Blätter zur Blüte zu bringen.

Welche Energieaufwand! Und wofür? Der nächste Frost wird kommen.

Wann brauchen wir neuen Input und wann brauchen wir Rückzug?

Wie wäre es, wenn wir einfach mal wieder auf unser Gefühl hören?

Haben wir das Gefühl,

  • dass wir eine Veränderung brauchen,
  • dass Routine und Langeweile unser Leben bestimmen,
  • dass wir Erfolge brauchen,
  • dass es uns an Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl mangelt,
  • dass uns oft der Mut fehlt,
  • dass wir gerne anders wollten, es aber nicht schaffen,
  • dass uns ein Netz aus alten Erfahrungen, Mustern und Überzeugungen gefangen hält,

dann kann das Verlassen der Komfortzone uns helfen, auszubrechen, uns zu entfalten und unser Glück verantwortungsvoll selber zu schieden.

Haben wir aber das Gefühl,

  • und wird alles zu viel,
  • nicht zu wissen, wie es weitergehen soll,
  • dass in uns ist ein Drang, der nicht definiert werden kann,
  • dass wir durchs Leben getrieben werden,
  • uns fehlt für das Wesentliche die Zeit, obwohl wir sie eigentlich hätten,
  • wir drehen uns im Kreis und wissen nicht, wo wir anpacken können
  • etc

dann ist es an der Zeit, inne zu halten, zur Besinnung zu kommen, um die innere Stimme wahrnehmen zu können.

So können wir uns neu ausrichten, abwägen und entscheiden, welcher Schritt der nächste sein soll.

Nach dem Rückzug fühlen wir uns klar, können unserer Wünsche und Ziele besser definieren und haben frische, neue Kraft, unsere Energie in die richtige Richtung zu lenken.

Die Komfortzone- auch ein Ort des Rückzuges

Die Komfortzone ist manchmal wertvoll, manchmal reitet sie uns ins Verderben.

Wenn wir ein Gefühl dafür entwickeln, was wir wirklich in diesem Moment brauchen und uns auch zugestehen, dass wir uns in diese gemütliche Komfortzone zurückziehen DÜRFEN,
dann übernehmen wir wirklich Verantwortung für unser Leben.

Es geht nicht darum, uns zu verausgaben, uns ständig selbst herauszufordern und uns immer und immer wieder Dinge abzuverlangen, um unsere persönliche Entwicklung voranzuTREIBEN.

Entwicklung geschieht dann, wenn sie aus Klarheit 
heraus entsteht. Dann ist es UNSERE Entwicklung.

Wenn wir die Verbindung zum eigenen Herzen stärken und spüren, was uns in dem Moment gut tut, und was nicht,

  • wenn wir hinhören, wo unsere Bedürfnisse liegen,
  • wenn wir bei Entscheidungen unser Herz fragen,
  • wenn wir unsere Talente und Fähigkeiten entdecken,
  • wenn wir uns erlauben, uns zurückzuziehen, um uns danach um so besser entfalten zu können,dann steht unserer persönlichen Entwicklung nichts im Wege.

Und dann ist das Überschreiten der Komfortzone, das Austesten der eigenen Grenzen und das Beschreiten neuer Wege eine ganz, ganz wundervolle Sache, die uns sehr glücklich machen kann.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir immer einen Ausgleich brauchen.

Das Leben ist ein Kreislauf. Immer in Bewegung. Und immer gibt es Zeiten, wo der Rückzug genau das ist, was wir brauchen.

Meine Frage an dich:

Was brauchst DU in diesem Moment?
Brauchst du den Rückzug? Die Besinnung?
Oder hast du das Gefühl, deine Komfortzone hält dich gefangen?
Möchtest du ausbrechen?

Denke immer daran, dein Herz zu fragen. Der beste Artikel dieser Welt kann AKTUELL nicht zu deiner Situation passen. Frage dich immer: Passt es für MICH? Was brauche ich jetzt wirklich?
Höre auf deine innere Stimme. Hinterfrage, fühle und entscheide dich dann, was dir in diesem Moment gut tut.

Herzliche Grüße,

deine Sabine
PS: mach dich glücklich

14 Gedanken zu “Komfortzone verlassen: ja oder nein? Entscheide für DICH und höre auf dein Herz!

  1. Liebe Sabine,
    DANKE, dass du auch mal die andere Seite der Komfortzone beleuchtest, ich habe oft das Gefühl gehabt, wenn ich in der Komfortzone bleibe, bin ich ein " Looserin". Doch ich hatte das Gefühl, dass es Zeit braucht für neue Schritte und durch deine wunderbaren Zeilen fühle ich mich bestätigt. Deshalb genieße ich gerade jetzt, in der Trubelzeit, meinen Rückzug und meine Besinnung auf das Wesentliche, auf mich, meine Familie und die neuen Ziele im nächsten Jahr.
    Danke für diesen inspirierenden, großartigen Artikel, ich freu mich immer, von dir zu lesen.
    Ganz liebe Grüße
    Monika

    Antwort
    1. Ganz ganz lieben herzlichen Dank für deinen Kommentar, liebe Monika.
      Dein Feedback weiß ich immer sehr zu schätzen und freue mich immer sehr über deine Zeilen.

      Ja, wir dürfen die Komfortzone auch genießen. Wir dürfen einfach mal innehalten, nichts tun und uns in Ruhe klar werden, wohin die Reise gehen soll. Danach können wir uns mit doppelter Power in das nächste Abenteuer stürzen. 🙂

      Vielen, lieben Dank.
      Sabine
      PS: mach dich glücklich

      Antwort
  2. Liebe Sabine,

    Das ist ein sehr sehr schöner Artikel den du da geschrieben hast.
    Ich kam aus dem bejahenden Nicken gar nicht mehr heraus 😉

    Auch ich kenne das Gefühl in der Komfortzone stecken zu bleiben aber was mir dieses Jahr viel mehr zu schaffen gemacht hat - im wahrsten Sinne des Wortes, war das "SCHAFFEN". Ich wollte nicht in der Komfortzone stehen bleiben, wolle etwas erreichen - raus gehen und habe dabei mich und meinen nötigen Rückzug komplett vergessen.
    Mein Herz hat mir dann sehr deutlich gemacht, dass ich jetzt zwei Gänge zurück schalten darf 😉

    Wir sollten immer alle Seiten beleuchten und dabei hilft dein Artikel ganz wunderbar.

    Alles liebe,
    deine Nicole

    Antwort
    1. Danke, liebe Nicole, für dein Feedback.
      Ja, es ist genau, wie du es auch erfahren hast.
      Wir können nicht immer mit Vollgas durchs Leben sausen.
      Die Besinnung ist gleichermaßen wichtig.

      Wie gut, dass du die Signale erkannt hast und deinem Herzen gefolgt bist. 🙂

      LG, Sabine
      PS: mach dich glücklich

      Antwort
  3. Es gehört zu meinen Zielen, meine Komfortzone täglich zu verlassen und es fühlt sich sehr gut für mich an.
    Das müssen keine großen Dinge sein, einfach jeden Tag irgendetwas Neues ausprobieren. Wenn man auf sich achtet spürt man dass das genau das ist, was das innere Kind eigentlich unheimlich gerne möchte. Wir sind mit einem natürlichen Entdeckerdrang geboren, den sich die meisten leider abewöhnt haben.
    GlG, Alexandra

    Antwort
    1. Liebe Alexandra,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Es ist wundervoll, dass du dich von deinem Gefühl leiten lässt.
      Und ja, der Entdeckerdrang ist angeboren und leider trauen wir uns durch verschiedene Erfahrungen oft nicht mehr, auf Entdeckungsreise zu gehen. Wir spüren Ängste und wagen uns nicht mehr über die Grenze. Für unser persönliches Glück und ein erfülltes, lebendiges Leben gehört diese Grenzüberschreitung einfach dazu.

      Trotzdem brauche ich hier und da einen Rückzug. Dann bin ich vielleicht im Außen nicht aktiv, gehe kein akutes Risiko ein, aber innerlich ist gewaltig was los. Das sind Momente, wo man sich dem Ruhebedürfnis hingeben darf. Und sogar sollte, um die inneren Prozesse verstehen und erleben zu können.

      Ganz liebe Grüße
      Sabine
      PS: mach dich glücklich

      Antwort
  4. Hallo Sabine,

    schön, dass du mal beide Seiten der Medaille zeigst 🙂 Ansonsten geht es immer nur entweder um das Verlassen der Komfortzone oder um zu viel Stress.
    Das letzte jahr stand bei mir jedenfalls ganz unter dem Stern des Verlassens der Komfortzone und das war auch gut so. Aber auch sehr anstrengend. Daher würde ich mir eigentlich für 2015 deutlich mehr Komfortzone wünschen 😉
    Aktuell scheint das aber eher schwierig zu sein. Weil ich noch inmitten wichtiger Entwicklungen stecke, die darauf drängen, fortgeführt zu werden. Nun ja, ich bin jedenfalls gespannt, was das neue Jahr bringt 🙂

    Liebe Grüße,
    Marie

    Antwort
  5. Liebe Marie,
    vielen Dank für deinen Kommentar.
    Das Verlassen der Komfortzone ist ja auch wirklich, wirklich wichtig und sinnvoll. Nur leider verpassen viele Menschen dann den Moment, wo es angebracht wäre, in sich zu kehren, um anschließend wieder von innen heraus agieren zu können.
    Ich wünsche dir für das neue Jahr viel Energie und Motivation, deine Ziele umzusetzen. Und das Gespür für deine Bedürfnisse. Damit du dir immer das geben kannst, was du wirklich brauchst.

    Alles Liebe.
    Sabine
    PS: mach dich glücklich

    Antwort
  6. Froggy

    Ich habe mich gefreut, als ich diesen Beitrag zum Thema "Komfortzone" gelesen habe. Denn wenn man den Begriff "Komfortzone" in eine Internet-Suchmaschine eingibt, dann bekommt man fast nur Treffer, die suggerieren, man solle RAUS! RAUS! RAUS! aus der Komfortzone! Warum eigentlich? Warum soll man denn unbedingt raus aus einer Situation, in der man sich wohlfühlt. Ich bin lange Jahre dem sogenannten "Erfolg" nachgerannt. Nun habe ich leider Bluthochdruck von all dem Stress und bin auf Betablocker angewiesen. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen mal "richtig" arbeiten zu lernen. Und "richtig" heisst in meinem Fall, vertieft ohne Hetze und ohne Erfolgsdruck. Ausserdem gönne ich mir mindestens ein Jahr ruhiges, zufriedenes Dasein in meiner Komfortzone.

    Antwort
    1. Hallo Froggy,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, es ist mir auch aufgefallen, dass man wirklich von allen Seiten immer nur zu lesen bekommt, dass wir die Komfortzone verlassen müssen.

      Ich weiß, wie wichtig es für unser Glück ist, die Komfortzone regelmäßig zu verlassen. Was aber völlig falsch ist, und das sehe ich in so ziemlich allen Bereichen so, ist das Extreme.
      Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, süß oder sauer, hü oder hott.

      Die Balance muss stimmen. Immer nur nach vorne preschen kann nicht gut sein. Wir brauchen, genau wie die Natur auch, Ruhephasen und Zeiten des inneren Rückzuges.

      Ganz liebe Grüße an dich.
      Gestalte dir dein Jahr so, wie es sich für dich gut anfühlt. Das ist das Wichtigste. Dann ist es für DICH genau richtig.

      Sabine
      PS: mach dich glücklich

      Antwort
  7. ixi

    Man liest immer wieder, dass es oft sowieso nicht so schlimm kommt, wie man es sich im Vorhinein ausmalt. Prima, der Idealfall! In der Realität sieht es aber leider oft anders aus...
    Was, wenn es sogar noch schlimmer kommt als man es sich ausgemalt hat? Aufgrund dieser tatsächlichen negativen Erfahrungen wird man doch erst ängstlich und zögert noch ein mal mehr Veränderungen anzustreben und lieber alles so einigermaßen zu belassen, als nochmal auf den Bauch zu fallen. Welches Rezept gibt es hier, wie kann man begründetet Ängste überwinden? Schlechte Erfahrungen "beiseite schieben". Woher den Mut nehmen, unvoreingenommen die Komfortzone zu verlassen ohne sich das Schlimmste vorzustellen wenn es doch leider so real war? Hierfür wäre guter Rat teuer, denn wahrscheinlich gibt es mehr Menschen bei denen es genauso passiert ist und nicht, dass alles doch gar nicht so schlimm war. Denn wenn das positive Resultat die gängige Erfahrung wäre, würden bestimmt weniger Menschen zögern und mehr mit frischem Mut ihr Leben ändern.

    Antwort
    1. Hallo Ixi,

      ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Deine Gedanken teilen sicher viele Menschen.

      Gerne antworte ich dir darauf. Vielleicht kann ich dir etwas mitgeben, was dir in Zukunft hilft, eben diesen schweren Schritt zu tun, nach einer herben Niederlage die Komfortzone zu verlassen.

      Das was du beschreibst, trifft auf alle Menschen absolut zu.
      Ja natürlich haben wir Ängste, weil in der Vergangenheit etwas schief gelaufen ist. Erleben wir Niederlagen, die uns wirklich mitten ins Herz treffen, kann das für das ganze Leben prägend sein und uns den Weg erheblich erschweren.

      Du fragst nach einen Rezept, um begründete Ängste zu überwinden.

      Gerne teile ich mit dir meine Gedanken dazu.

      Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens Erfahrungen, die weh tun. So richtig weh. Wir entwickeln Glaubenssätze und Überzeugungen, die uns unter Umständen das ganze Leben lang begleiten. Und somit hemmen, zurückhalten, beängstigen und aber auch schützen (vor weiteren schlimmen Erfahrungen.)

      Hier kommt die Bewusstheit ist Spiel. Wenn wir uns darüber bewusst werden, welche Erfahrungen welche Glaubenssätze erzeugt haben, haben wir schon einen wichtigen Schritt getan, denn wir erkennen den Zusammenhang zwischen unseren Ängsten und den Gründen dafür. Zudem erkennen wir, welche Überzeugung wir durch diese Erfahrung(en) in unser Denken manifestiert haben.

      Wenn du Lust hast, lies doch mal meinen Artikel über Glaubenssätze, den ich für "Zeit zu leben" geschrieben habe. Hier erkläre ich, wieso Glaubenssätze uns so sehr beeinflussen und was wir dagegen tun können.) Ich verlinke mal: http://www.zeitzuleben.de/30336-negative-glaubenssaetze-3-schritte-die-dich-befreien/

      Wenn du also deine Glaubenssätze erkannt hast und dir bewusst gemacht hast, dass sie nicht wahr sind (auch wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, s. Artikel "Zeit zu leben"), dann schon kannst du neuen Herausforderungen gegenüber schon offener und zuversichtlicher sein.

      Wichtig ist, das dir klar ist, das Niederlagen zum Leben dazu gehören. Sie sind völlig normal. Sie mindern nicht deinen Wert. Jeder Mensch erlebt sie. Die Frage ist, wie gehen wir zukünftig damit um?

      Ich habe erkannt, dass wir nach Niederlagen schnell der Gefahr laufen, neue, blockierende Glaubenssätze zu bilden. Und weil ich das WEIß, entscheide ich mich bewusst DAGEGEN.

      Das heißt: erlebe ich eine Niederlage, entscheide ich mich bewusst dazu, dass diese Niederlage es NICHT WERT ist, dass ich einen weiteren, negativen Glaubenssatz bilde. Und ich lasse es nicht zu, dass diese Niederlage bereits bestehende Überzeugungen weiter manifestiert.

      Allein durch mein Bewusstsein und meine Klarheit über diese inneren Prozesse, hilft mir, Niederlagen besser wegzustecken und objektiver betrachten zu können. Denn oft ist es nicht die Niederlage an sich, die uns zerreißt, sondern die Art und Weise, wie wir INNERLICH damit umgehen.

      Das alles hilft mir, mutiger zu sein.
      Und durch meinen Mut, erlebe ich immer mehr positive Dinge, die mich stärken. Ohne das Überwinden der Blockaden geht es nicht. Wir müssen immer wieder über diese Grenze gehen, auch wenn wir Angst haben. Und wenn eine Niederlage kommt, weiß ich damit umzugehen.

      Das alles ist natürlich ein Prozess. Eine innere Reise. Und es ist auch nicht immer leicht. Aber es gelingt mit der Zeit immer besser. Und das macht glücklich, positiv und zuversichtlich.

      Ganz liebe Grüße, Sabine

      Antwort
  8. ixi

    Wow, danke, toller Artikel! 🙂
    Dann muss man ja nur noch herausfinden, wann die Angst sinnvoll ist und einen schützen will und wann man sie überwinden sollte.....
    Wenn Negativerfahrungen so traumatisch waren, dass sie wie eine schwarze Wolke über fälligen Entscheidungen kreisen, kann das leicht irreführen. Es sind ja oft andere Personen involviert und deren Reaktion wird man nie 100%tig einschätzen können. Wie heißt es so schön: "Ein Restrisiko bleibt immer!" 😉
    Viele Grüße, ixi

    Antwort

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