Von einer Erfahrung, die alles veränderte

Bildquelle: Canva.com

Unverhofft kommt oft.

Es war hell. Sehr hell. Sie kniff die Augen etwas zusammen, bis sie sich an die Helligkeit gewöhnte. Das ging schneller als erwartet.

Und dann konnte sie voll und ganz in dieses Licht hinein tauchen.
Wow, irgendwie hat das was, sich in diesem Licht zu "verlieren".

 

EINS sein, Verschmelzung. Das hatte sie vorher noch nie so erlebt.

Glücksgefühle stiegen in ihr hoch und sie fühlte sich frei wie ein Vogel.

Plötzlich sah sie einen Berg. Dieser Berg war so rein und so groß und so weise.

Er war grau und strahlte so eine Klarheit aus, wow. Sie war geplättet.

KLARHEIT. 

Und dann kam ein Gedanken, der sie wie ein Blitz durchfuhr.
„Es gibt Einiges, was ich nicht sehen konnte".....

Sie wurde auf einmal durch geschüttelt und eine Gedankenflut durchrollte ihren Körper.

WAS WAR DAS?

Ich habe keine Ahnung, wie sie auf diese Idee kam, aber sie hatte tatsächlich die Idee, doch einfach mal den tollen Berg  zu fragen, ob er sie unterstützen kann.

Sie konnte ihre Gedanken nämlich absolut GAR NICHT mehr sortieren. Es war zu viel.

Dann gesellten sich noch Bilder dazu. Es herrschte absolutes Chaos in ihrem Kopf.

Gefühle, Gedanken, Bilder. Alles gleichzeitig und in einer unglaublichen Menge.

Sie wandte sich dem Berg zu und sie spürte, dass er ihr helfen wollte.
Dann traute sie ihren Augen kaum.
Was war das? Das kann doch nicht wahr sein, oder?.....

Als wäre es nicht schon irgendwie "spooky" genug, dass sie den Berg fragte. Nein, er schien ihr tatsächlich helfen zu wollen.

Wenn sie es nicht mit ihren eigenen Augen sehen würde, würde sie es nicht glauben. Und wenn sie sich vorstellt, sie würde dieses Erlebnis ihrer Freundin erzählen, oh weh, sie würde sie sicher für verrückt erklären.

Es ist auch fast unglaublich. Aber sie spürte, dass gerade ein Wunder geschah.

Sie wandte sich dem Berg aufmerksam zu und sah genau hin.

An einer Stelle des Berges sah sie ein Flimmern. Sie kniff die Augen etwas zusammen. So richtig erkennen konnte sie nichts, aber sie wandte ihren Blick nicht ab.

Je mehr sie sich auf das einließ, was gerade geschah, desto mehr formte sich das Flimmern zu einem Bild.

Nein, nicht nur zu einem Bild. ......

 

Ist es nicht komisch, was sie da sah?
Konnte das sein, was der Berg da für sie tat?

Obwohl das alles etwas seltsam ist, spürte sie in diesem Moment keinen Zweifel. Sie sah einfach nur ganz genau hin und ließ sich ein.

Das Flimmern verformte sich immer mehr zu einem klaren Bild.
Auf dem Bild sah sie sich selbst.

Sie sah sich selbst. Sie war müde. Sie hing noch an einem Projekt, dass in der folgenden Woche fertig werden musste. Ihr Chef hatte Druck gemacht (so wie immer eigentlich) und so nahm sie die Arbeit mit nach Hause.

Dieses Bild verformte sich zu einem Video. Plötzlich sah sie ihre Kinder. Eines kam im Schlafanzug auf sie zu und fragte mit zuckersüßer Stimme: ??????

Hmmmm, irgendwie konnte sie in diesem Video nicht richtig verstehen, was genau ihr Kind fragen wollte.

Aber das war auch gar nicht nötig, denn sie wusste die Antwort schon.

„Mein Schatz, ich muss noch was arbeiten. Morgen, ja?"

Insgeheim wusste sie jedoch, 
dass sie "morgen" die gleiche Antwort geben würde. 

Und plötzlich sah sie ganz viele Bilder, unendlich viele Bilder, die all die Situationen zeigten, wo ihre Antwort war:
„Heute nicht, mein Schatz, morgen."

Ein Gefühl von Traurigkeit durchströmte ihren Körper.
Mist! Was ist da nur passiert?

Sie ließ ihren Blick kurz über die Landschaft streifen und als sie sich wieder dem Berg zuwandt, erstrahlte er wieder in seinem schönsten und klarsten Grau. Die Bilder waren weg.

Ehrlich, das reichte auch erst mal.

Sie musste das Gesehene erst mal verdauen und hatte dann eine Erkenntnis.......

„Mist, ich habe einfach immer viel zu viel gearbeitet."

Und in diesem Moment bereute sie zutiefst, dass sie die Zeit nicht zurück drehen konnte. Geschehen ist geschehen.


Ein wenig trotzig dachte sie:
„Was hätte ich auch für eine andere Wahl gehabt?"

Sie schaute auf den Berg und verzog ihr Gesicht zu einer trüben Miene.

Sie fühlte sich wie ein Opfer; gebeutelt vom Schicksal. Ja, ihr Trotz war ihr anzusehen.

 

Irgendwie meinte sie dann, ein leises und liebevolles Lachen zu hören.

Das kam doch aus Richtung Berg.

Und als sie ihren Blick schweifen ließ, erkannte sie wieder dieses Flimmern an einer Stelle des Berges.

Wieder eine Botschaft ?

 

Dieses Flimmern auf dem Berg kannte sie ja schon.

Also wusste sie sofort, was zu tun ist.

Sie tauchte hinein in dieses Flimmern, ließ sich ein und wandte ihren Blick nicht ab.
Sie sah hin. Diesmal noch genauer.

WAS WAR DAS?

Sie sah wieder eine Folge von Bildern.

Doch an diese Situationen konnte sie sich wenig erinnern.

Klar, irgendwie schon, aber diese damaligen Situationen sind in ihrem Gedächtnis längst nicht so präsent wie die mit ihren Kindern.

Oh, wow. Also das ist jetzt wirklich heftig für sie.

So langsam stieg eine Ahnung in ihr hoch, was diese Bilder ihr sagen wollten.

Sie hätte ja jetzt mit allem gerechnet, aber nicht hier mit.

 

Kennst du das, wenn dir einige Dinge wie SCHUPPEN von den Augen fallen; wenn du Erkenntnisse hast, die ALLES verändern?

So ging es ihr gerade. Und irgendwie fühlte sich das gerade sehr, sehr heftig an.

Es ist, als könnte sie plötzlich KLAR sehen.

Diese Erkenntnisse gingen ihr wirklich unter die Haut. 

Sie sah viele verschiedene Bilder.

  • Auf einem sitzt die gerade ihrem Chef gegenüber. Er übt wieder Druck aus. Und er signalisiert ihr wieder glasklar, das wirklich JEDER austauschbar ist. Und sie nimmt sich den Stapel Arbeit wieder mit nach Hause.
  • Auf einem nächsten Bild sitzt sie mit ihrer Freundin zusammen, die sich gerade selbstständig gemacht hat und berichtet, dass sie von ihrer Geschäftspartnerin hängen gelassen wurde.
  • Auf dem nächsten Bild sieht sie, wie sie diesen Flyer im Briefkasten findet „Einladung zu Kurs: Follow your heart" und ihn dann ins Altpapier wirft.
  • Auf dem nächsten Bild sieht sie plötzlich diese Zeitungsannonce, die sie vor 5 Jahren zufällig entdeckt hatte: „Sie sind gestresst und müde? Gemeinsam lösen wir ihre Blockaden, sodass sie sich wieder klar und frisch fühlen."
  • Auf dem nächsten Bild sieht sie sich vor dem Kleiderschrank im Schlafzimmer sitzen, umgeben von tausenden Gedanken, die alle EIN Fundament haben, nämlich......
... ANGST!

All die Bilder, die sie sah, hatten was mit Angst zu tun.
Sie hatte nicht den Mut, ihr Leben in eine andere Richtung zu lenken.

Sie sah sich vor dem Kleiderschrank sitzen; gefangen in einer Gedankenwolke.

  • „Ich kann mein Leben nicht ändern."
  • „Ich darf meinen Job nicht verlieren."
  • „Ich darf kein Risiko eingehen."
  • „Ich muss an meine Kinder denken."
  • „Ich kann das nicht schaffen."
  • „Andere können das, ICH nicht."
  • „Ich bin nicht gut genug."
  • „Ich verdiene es nicht, das es mir gut geht und das ich erfolgreich bin."
  • „Ich bin zu schwach."
  • „Ich kann nicht handeln."
  • „Ich sitze fest."
  • „Ich kann nicht mehr."
  • „Was sollen die Anderen denken?"
  • „Ich bin nichts besonderes. Ich kann nichts besonderes."

Sie kann sich noch SEHR gut erinnern, wie sie damals da saß; vor ihrem Kleiderschrank. Und einfach nur weinte.

Das war aber nur ein kurzer schwacher Moment.

Danach ging sie wieder ans Werk und begab sich wieder in ihr Hamsterrad. Und es ging. Ihren Kindern ging es gut. Ihr Mann war zufrieden mit ihrer Leistung. Schließlich schaffte sie es, immer irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen.
Alles lief.

Und sie fühlte sich wie eine ausgetrocknete Pflaume. 

Diese Erkenntnisse taten ihr sooooo weh.

Und es ist vorbei. Sie hat ihr Leben gelebt und jetzt gibt es kein Zurück.

Sie möchte sooo viel wieder gut machen, anders machen, besser machen.

Aber sie weiß, dass sie die Zeit nicht zurück drehen kann.

Wenn es eine Botschaft gäbe, die sie anderen mitgeben könnte, dann würde sie wie folgt lauten:

Du bist Schöpfer deines Lebens und du bekommst immer wieder, ja wirklich IMMER WIEDER, neue Chancen und Möglichkeiten, die du ergreifen kannst. Du kannst zu jeder Zeit dein Leben ändern; musst dich mit nichts zufrieden geben. Und wenn du einigermaßen WACH bist und du Gelegenheiten beim Schopfe packst, dann bleibt nichts, wie es ist.

Sie atmete tief aus und schloss die Augen. Sie erkannt so dermaßen klar, dass sie in ihrem Leben immer wieder die Möglichkeit hatte, eine Veränderung herbeizuführen. 

  • Sie hätte ihrem Chef Grenzen zeigen können.
  • Sie hätte mit ihrer Freundin "gemeinsame Sache" machen können.
  • Sie hätte diesen Kurs mitmachen können, der sogar den Weg in ihren Briefkasten gefunden hatte.
  • Sie hätte sich auf die Suche nach ihren Blockaden machen können. Sie hätte die Hilfe annehmen können.

Und jede einzelne Situation hätte ihr Leben verändern können.

Aber sie hat nicht richtig hingeschaut. Sie war voller Überzeugungen, die sie klein und zurück hielten.

In IHRER Welt gab es für sie nie besondere Gelegenheiten, ihr Leben in eine andere Richtung zu lenken. Sie fühlte sich immer ausgeliefert; dem Leben ausgeliefert.

Sie fühlte sich nie reich beschenkt (vom Leben).

JETZT erkannte sie, dass jede Kleinigkeit, 
die ihn ihrem Leben geschah, 
ein möglicher Neuanfang gewesen wäre. 

Jetzt ist es zu spät....  Naja, vielleicht beim nächsten Mal. Im nächsten Leben!

 

Da hörte sie wieder ein leisen Lachen, nur etwas heller und vertrauter......

Nee, oder?

„Mama, du Schlafmütze. Du hast verschlafen."

Jemand rüttelte sanft an ihrem Arm.

Es war ihre geliebte Tochter, die engelsgleich vor ihr stand und sie verschmitzt und irgendwie erwartungsvoll anschaute.

„Ich habe geträumt, ich lebe", flüsterte sie leise und ein Glücksgefühl durchströmte ihren ganzen Körper.

Sie schloss ihre Tochter in die Arme und wusste, dass jetzt alles anders ist.

Sie weiß jetzt, dass sie Schöpferin ihres Lebens ist. 

Und wie hat eine Entscheidung getroffen.

Am Ende ihres Lebens möchte sie Bilder sehen,

  • in denen sie mutig war,
  • in denen sie wusste, was ihr wichtig war,
  • in denen sie BEWUSSTE Entscheidungen getroffen hat,
  • in denen sie viel Zeit mit den Menschen verbrachte, die ihr am Herzen liegen
  • in denen sie LEBTE; Erfolge feierte, Niederlagen weg lachte, aufstand und einfach LEBENDIG war,
  • in denen sie zu ihren Bedürfnissen stand und Grenzen setzte,
  • in denen sie kommunizieren konnte, was ihr wichtig war,
  • in denen sie Chancen ergriff, Abenteuer erlebte und Dinge ausprobierte.

JA, diese Entscheidung war gefallen.

Und so begann sie, die Dinge UMZUSETZEN. 
Schritt für Schritt.

Denn eines wusste sie: Sie ist die Schöpferin ihres Lebens.

ENDE DER GESCHICHTE

 

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