Wenn du nicht gut für dich sorgst

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Bildquelle: canva.com

Immer wieder begegnen mir Menschen, die nicht gut für sich sorgen.

Menschen, denen es schlecht geht, die erschöpft und müde sind.

Und es ist ihnen nicht einmal bewusst, dass es etwas gibt, das sie jetzt loslassen dürfen.

 

 

Diese Menschen sorgen sich um Andere.

Sie sorgen sich um

  • den Chef,
  • die Kollegen,
  • den Partner,
  • die Kinder,
  • die Freunde,
  • die Nachbarn

Sie sorgen sich darum, dass es Anderen gut geht.

  • „Niemand soll wegen mir Stress haben."
  • „Niemand soll wegen mir zu viel Arbeit haben."
  • „Niemand soll wegen mir unzufrieden oder sogar unglücklich sein."
  • „Niemand soll sich wegen mir anstrengen müssen."
  • „Niemand soll durch mich Nachteile haben."

Kommt dir das bekannt vor?

 

Lädst du dir auch so unfassbar viel Verantwortung auf?

Ich sehe Menschen, die immer darauf bedacht sind, bloß niemandem Schwierigkeiten zu machen. Das Ergebnis?

  • Es wird zu viel gearbeitet.
  • Es wird zu viel Verantwortung (für Andere) übernommen.
  • Es wird zu oft JA gesagt, obwohl ein NEIN längst überfällig wäre.
  • Es wird zu viel Rücksicht genommen.
  • Es wird zu viel "geschluckt".

Warum passiert das so vielen Menschen?

Meine Beobachtung ist, dass diese Menschen oft unglaublich stark sind. Sie können viel stemmen, haben ein hohes Verantwortungsgefühl und sind so schnell nicht klein zu kriegen.

Wenn sie über ihre Grenzen gehen, fühlt sich das erstmal gar nicht schlimm an.

Vielleicht fühlt es sich sogar gut an.

  • „Ich bin zuverlässig."
  • „Ich kann viel leisten."
  • „Ich lasse meine Kollegen nicht hängen."
  • „Ich bin immer für meinen Partner da."

Diese Menschen können viel "halten". Und aushalten.

Ihr Herz ist groß. Ihre Liebe allumfassend.

Und in ihnen sitzen tiefe Glaubenssätze, die sie dazu antreiben, sich selbst zu vergessen!

 

Bei aller Liebe....

Es ist nicht nur das gute Herz, dass Menschen dazu verleitet, immer und immer wieder über eigene Grenzen zu gehen und, vor allem, keine eigenen Grenzen setzen zu können.

Dahinter stecken Ängste. Diese Ängste können vielseitig sein.

Angst

  • nicht gemocht zu werden,
  • in die eigene Größe zu finden,
  • ausgeschlossen zu werden,
  • Gott zu enttäuschen,
  • vor dem schlechten Gewissen,
  • vor der eigenen Courage,
  • als egoistisch abgestempelt zu werden,
  • ein Arschloch zu sein (sorry für diesen Ausdruck. Trifft es aber ganz gut),
  • zu sündigen,
  • Gegenwind zu bekommen,
  • usw.

Ängste gibt es viele.

Viele Menschen haben sogar Angst vor dem eigenen schlechten Gewissen, das sie haben,

  • wenn sie nein sagen,
  • wenn sie Grenzen setzen,
  • wenn sie jemanden gefühlt "hängen lassen" (z.B. die Kollegen, die vor Arbeit umkommen, wenn man krank ist)

 

Vielleicht denkst du jetzt, es ist verdammt noch mal wichtig, Verantwortung für Andere zu übernehmen. In der heutigen Welt... jeder denkt nur noch an sich.... da muss man ja zusammen halten.

Richtig, sehe ich genau so.

Und es ist ebenso deine Pflicht, gut für dich zu sorgen. Dann kannst du auch Andere unterstützen.

Und manchmal ist es auch richtig und wichtig, nicht zur Verfügung zu stehen.
Und glaube mir, meist fühlt es sich für DICH nur so hart an.

 

Du kannst nicht die Lösung für Alles sein 

Du arbeitest dich kaputt und gehst krank zur Arbeit, weil deine Kollegen sonst schimpfen? Ihr seid sowieso total unterbesetzt? Seid Monaten, vielleicht sogar seit Jahren, fühlst du dich ausgelaugt und ausgepowert?

Die Lösung ist: dein Chef muss eine Lösung finden!

Solange du das alles so mitmachst, wird dein Chef denken „es läuft doch alles" und kommt vielleicht nicht annähernd auf die Idee, dass etwas verändert werden muss.

 

Seit Monaten, vielleicht sogar seit Jahren, bist du bemüht, deinen Partner emotional und seelisch aufzubauen, weil er irgendwie immer "ein Problem" hat?

Langsam aber sicher kommst du ans Ende deiner Kräfte und weißt nicht mehr, was du tun kannst?

Die Lösung ist: dein Partner muss aktiv eine Veränderung anstreben! 

Solange du ihn so trägst und bemitleidest, kommt er nicht in die Pötte. Schenke ihm dein Vertrauen. Und gebe ihm seine Verantwortung für sein Leben zurück.

 

Deine Kollegin fragt dich immer wieder, ob du nicht die Nachtschicht übernehmen kannst, weil sie ja ein Kind hat? Du willigst immer wieder ein, weil sie ja eben ein Kind hat. Und seid Monaten hast du dunkle Ränder unter den Augen und fühlst dich nur noch müde und kraftlos?

Die Lösung ist: deine Kollegin muss eine Lösung für dieses Problem finden. 

Du kannst hier nicht dauerhaft eine Verantwortung übernehmen, die gar nicht deine ist. Es liegt in der Verantwortung deiner Kollegin, eine Lösung zu finden; gemeinsam mit dem Chef oder der Chefin.

 

Es geht mir nicht darum, dass wir einander nicht mehr unterstützen; dass wir nicht mehr füreinander einstehen und einspringen, wenn liebe Menschen in Not sind.

Mir geht es darum, dass du ein Gespür dafür bekommst, wann du schon "auf Reserve fährst"  und wann du die Leidtragende bist.

  • Dein ständiges JA zu Freunden und Bekannten,
  • deine ständige Anwesenheit auf der Arbeit (auch wenn du tot krank bist),
  • dein ständiges Latschen über eigene Grenzen,

ist keine Lösung. 

Gib anderen Menschen die Verantwortung wieder zurück.

Entlaste DICH. Und schenke damit anderen Menschen die Möglichkeit, eigenen Ideenreichtum zu entwickeln, wenn es ums Probleme lösen geht.

Unterstütze Andere darin, Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Aber lade dir nicht mehr alles selber auf, während du nur noch am Boden kriechst.

Das ist sicher nicht der Sinn deines Lebens.

 

Tiefe Glaubenssätze

Ich weiß natürlich auch, dass sich das alles so einfach schreibt und liest.
Wenn es so einfach wäre, eigene Grenzen zu setzen, dann würde es ja jeder tun. 😉

Manchmal reicht es aus, sich Dieses einfach mal bewusst zu machen und dann entsprechend was zu ändern. Da macht Übung definitiv den Meister.

Und manchmal ist es hilfreich, mal tiefer zu schauen, weshalb das mit der Selbstfürsorge eigentlich so schwierig ist.

Dazu biete ich dir sehr gerne  eine ThetaHealing®-Session an.
In einer Powerstunde können wir den Glaubenssätzen auf die Spur kommen, die dafür sorgen, dass du dich so verausgabst. Und natürlich kommen wir ihnen nicht nur auf die Spur, nein, wie lösen sie direkt auf und laden dir ein "neues Wissen" runter.

 

Und du?

Bist du auch ein Mensch, der sich viel zu viel Verantwortung aufgeladen hat; so viel, dass sich alles nur noch schwer anfühlt?

Oder bist du im Grenzen setzen schon geübter? Wenn ja, wie hast du das lernen können? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Deine Sabine

 

2 Gedanken zu “Wenn du nicht gut für dich sorgst

  1. Stefanie Wilhelm

    Hallo liebe Sabine
    Ich bin am lernen Nein zu sagen seitdem man mir zu meinen herzenswünschen nein sagt Ich bin kein schlechter Mensch das weiß ich und wenn ich ein Nein sage tut es mir auch ein bißchen weh aber ich stoße einfach zu oft an meine Grenzen Ich habe viel zu oft zu allem ja gesagt aber ich bin nun öfter total erschöpft sodass ich einfach nicht anders kann. Ich erhalte natürlich des öfteren Unverständnis aber ich habe auch Angst das ich irgendwann zusammenbreche Ich versuche täglich was gutes für mich zu tun meine Bedürfnisse zu stillen und mich an die Menschen zu halten die bereit sind mir zu helfen Leider sind es nicht die Menschen von denen ich es erwarten würde das macht mich oft sehr traurig
    Viele Grüße
    Stefanie

    Antwort
  2. Liebe Stefanie,

    nein, du bist wahrlich kein schlechter Mensch, nur weil du NEIN sagst. Ich finde es super, dass du dich darin übst.
    Achte auf dich und schaue, das es dir gut geht.
    Dann hast du auch die Power für deine Herzenswünsche (die dir übrigens NIEMAND nehmen kann).

    Unverständnis kommt von Menschen, die es vielleicht sowieso nicht ehrlich mit dir meinen und dich nur akzeptieren, wenn du für sie bequem bist. Menschen, die WIRKLICH zu dir passen, unterstützen und inspirieren dich.

    Halte nach ihnen Ausschau, liebe Stefanie.

    PS: Manchmal reagieren Menschen mit Unverständnis, weil man sonst eben immer JA gesagt hat und diese Erfahrung eben eine ganz Neue für sie ist. Gib ihnen etwas Zeit. Wohlmöglich finden sie wieder zu dir und bringen direkt auch ein bisschen Respekt und Akzeptanz dir gegenüber mit. ♥

    Antwort

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